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"Wir zerstören das, was wir suchen in dem wir es finden." (Vgl. Markus Enzensberger) Diese negativen Effekte die Markus Enzensberger bei menschlichen Handlungen feststellte, kann man heute in vielen Bereichen der Wirtschaft wiederfinden. Nachhaltiges Handlen bietet hierbei eine Form, diese negativen Effekte zu verlangsamen. Nachhaltiges Handeln ist daher darauf ausgelegt, Bedürfnissen der heutigen Generation zu entsprechen, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Tierralinda besitzt das langfristige Ziel, Immobilien und Bauprojekte zu vermitteln, die sich an einem nachhaltigen Handeln orientieren. Hierzu gehören überwiegend Bauprojekte oder existierende Immobilien, die bei der Energieversorgung auf erneuerbare Energieformen setzen, sich bei der angestrebten Bauästhetik an die Umgebung anpassen und daher verantwortungsvoll ausgewählte Bausubstanzen verwenden.
Gebäude tragen zu einem Sechstel des Welttrinkwasserverlustes und zu einem Viertel des Holzabbaus bei. Außerdem gehen sowohl 40% der in Gebäuden verwendeten Baumaterialien und Energien wieder verloren. (Roodman and Lenssen, 1995). Nachhaltiges Bauen ist daher eine Möglichkeit, Resourcen effizient zu nutzen und gleichzeitig Bauprojekte, die zur Gesundheitssteigerung beim Menschen führen und Kosten einsparen können zu realisieren. Nachhaltiges Bauen ist in seiner idealen Form durch den Grundsatz geprägt, dass das Gebäude den gegenwärtigen Bedürfnissen der NutzerInnen optimal entspricht, ohne künftigen Generationen eine Nachnutzung aufzuzwingen oder Entsorgungsprobleme zu hinterlassen. Das Gebäude soll sich in den natürlichen Stoffkreislauf eingliedern. Hier muss vor allem die Entsorgung eines nicht mehr benötigten Bauwerkes bedacht werden. Aber auch während des Betriebs sollte es ressourcenschonend sein. Als wesentlich werden folgende Punkte erachtet:
- Verwendung von Baumaterialien, die einfach entsorgt werden können und idealerweise biologisch abbaubar sind
- Geringer energetischer Aufwand bei der Herstellung der Baumaterialien
- Vermeidung toxischer Stoffe
- Geringer Energieverbrauch während des Betriebes des Gebäudes basierend auf erneuerbaren Ressourcen (z.B. Solarenergie)
- Klein gehaltene und versiegelte (bebaute) Fläche
- Nachhaltiges Wassermanagement, evtl. durch Trennung von Trink- und Brauchwasser, das zum Waschen oder Blumengießen verwendet wird
Ab wann kann man von einem nachhaltigen Gebäude sprechen?
Ein nachhaltiges Gebäude ist eine Konstruktion, die in einer ökologischen Weise gestaltet, gebaut, renoviert, betrieben oder wiederverwertet wird. Es ist zudem geplant und gestaltet, um bestimmte Ziele, wie den Gesundheitsschutz, die Erhöhung der Produktivität (bei gewerblichen Gebäuden), die Energienutzung, den Wasserverbrauch und andere Ressourcen effizienter nutzen und gleichzeitig die Auswirkungen auf die Umwelt reduzieren zu können.
Welche ökonomischen Vorteile bietet mir das nachhaltige Bauen?
Ein nachhaltiges Gebäude kostet beim Kauf mehr als ein vergleichbares nicht nachhaltiges Gebäude. Allerdings spart es durch niedrigere Betriebskosten dem Besitzer langfristig viel Geld ein. Das Gebäude wird als ein Komplettsystem konzipiert und nicht als ein System nebeneinander her existierender Einzelsysteme. Einige Vorteile des nachhaltigen Bauens, wie Gesundheitsverbesserung, Komfort, Produktivität, Schadstoffreduzierung und die Reduzierung des Deponiemülls sind allerdings quantitativ nur schwer messbar.
Welches sind die Charakteristiken von nachhaltigen Gebäuden?
Unter anderem können folgende Charakteristika aufgeführt werden:
- Schutz und Bewahrung der bestehenden Landschaft und der Naturbestände
- Auswahl an Haushaltsgeräten, Maschinen (gewerblich), etc., die einen niedrigen Energieverbrauch aufweisen und geringen Abfall verursachen
- Energieeinsparungen von bis zu 40% im Vergleich zu anderen Gebäuden (z.B. durch den Einsatz von erneuerbaren Energien wie Solarenergie und Bauweisen die den Sonnenlichteinfall unterstützen)
- Einsatz von hoch effizienten Lichtsystemen und automatischer Lichtkontrolle
- Einsatz von energie-effizienten Kühl- oder Heizsystemen (in Costa Rica kommen eher Kühlsysteme wie Klimaanlagen zum Einsatz)
- Minimierung der elektromagnetischen Aufladung durch elektrisches Licht und anderes elektrisches Equipment
- Duale Rohrleitungen, um recyceltes Wasser für die Toilettenspülungen zu verwenden
- Regenwasserbehälter für den Einsatz zur Grundstücks- und Pflanzenbewässerung
- Reduktion des Wasserverbrauchs durch den Einsatz von leichtspülenden Toilette nund Leichtberieselung bei Duschen
- Verwendung von Wasserumlaufsystemen für die zentralisierte Heißwasserversorgung
Die mehrstöckige "Bettenburg" am Strand, die das Abwasser direkt in das Meer ableitet, wird man bei tierralinda nich finden können.
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