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Costa Rica Geschäftsklima Ausblick PDF Drucken
26.05.2010

In dem nachfolgenden Artikel finden Sie die wichtigsten Punkte der Studie des Instituts Deloitte zum Geschäftsklima 2010 in Costa Rica. Für die Studie wurden 110 costaricanische Unternehmen befragt, die insgesamt 57 100 Angestellte beschäftigen und einen Jahresgewinn von $10 Millionen vorweisen.

  • Die meisten der befragten Unternehmen werden mehr Arbeitnehmer einstellen oder die bestehenden Arbeitnehmer weiter beschäftigen.
  • Nur 7% gaben an, dass sie dieses Jahr noch Entlassungen vornehmen werden. Die Arbeitgeber haben keine Pläne für 2011, Entlassungen vorzunehmen. Im Gegenteil, 46.3% planen mehr Angestellte einzustellen.
  • 74% der Umfrageteilnehmer werden in den nächsten 12 Monaten ihren Angestellten höhere Löhne zahlen. Keiner plant Lohnkürzungen.
  • 46,7% der Befragten gaben an, Lohnerhöhungen von 5% vorzunehmen. 49% der Befragten erwarten eine Inflationsrate zwischen 5% und 7%. Damit würde die Lohnerhöhung die Inflation ausgleichen.
  • Eine ähnliche Prognose gibt die Costa Ricanische Zentralbank, deren Inflationsziel dieses Jahr 5% beträgt.
  • 43.3% der befragten Unternehmen stellten fest, dass sich die Produktionszahlen im vergangenen Jahr verbessert haben. 81.8% meinen, dass ihre Unternehmen über die nächsten 12 Monate expandieren werden.
  • 66% denken, dass sich die Wirtschaft aktuell in einem besseren Zustand befindet als noch vor einem Jahr
  • 78% sind der Meinung, dass aktuell ein besseres Investitionsklima herrscht. Der gleiche Anteil sagte, dass die Arbeitslosigkeit niedriger ausfällt als im Vorjahr.
 
Neue Luxussteuer PDF Drucken
07.12.2009

"Ob eine bestimmte Liegenschaft unter das Gesetz der Luxussteuer fällt, hängt von einer komplexen Rechenformel ab. Es wird vermutet, dass etwa 99% der Betroffenen die Formel nicht verstehen wird." Die Steueranalystin von der Firma Deloitte ist der Meinung, dass es sich bei der Berechnung der neuen Luxussteuer auf Immobilien mit einem Wert von mehr als 100 Mio. Colones (ca. 180,000 USD) um eine mühsame Arbeit handeln wird.

Das Gesetz 8683 der Solidarsteuer zur Unterstützung und Stärkung von sozialen Wohnprojekten wurde im Jahr 2008 verabschiedet und gilt seit dem 01. Oktober 2009. Die jeweiligen Steuerzahlungen werden innerhalb der ersten 15 Tage des Monats Januar 2010 fällig. Der Finanzminister schätzt, dass durch diese Steuer etwa $20 Millionen Dollar eingenommen werden können. Allerdings meint González, dass die Einnahmen ein noch größeres Volumen erreichen werden, da gerade viele neue Liegenschaften unter dieses Gesetz fallen werden.

Was muss man als Hauseigentümer wissen? Wer die Berechnung selbst vornehmen will, sollte zuerst die Bauwertetabelle ('Manual de Valores de Base Unitarios por Tipología Constructiva’) herangezogen werden, die von der General Steuerdirektion (Dirección General de Tributación) unter folgendem Link veröffentlich wurde.

Link zur Bauwerttabelle http://tinyurl.com/yh4arzf

Hier werden die Kategorien der unterschiedlichen Liegeschaften aufgeführt, die unter das neue Gesetz fallen, darunter Wohnhäuser aber auch Ranchos, Lager, Mauern, Schwimmbäder, Saunas, Fitnessstudios und interne Wege einer Wohnanlage.

Für Häuser aus Beton gibt es neun verschiedene Bewertungsarten, die verschiedene Baumaterialien umfassen (interne und externe Wände, Böden, Decken, Bäder und Türen). Die erste Kategorie (VC01) beschreibt ein Basishaus mit einem Wert von 105.000 Colones pro umbauten Quadratmeter. Die letzte Kategorie mit dem höchsten Wert (VC09) beschreibt Häuser mit einem Wert von 450.000 Colones pro umbauten Quadratmeter.

Sobald man die Kategorie des Haupthauses ermittelt hat, wird der Wert mit einem Multiplikator der Wertetabelle und den Quadratmetern multipliziert. Hierzu werden alle anderen Bauarten addiert, die sich auf dem Grundstück befinden (Lager, Garagen, Ranchos, Schwimmbäder, Straßen).

Erreicht der Wert den Betrag von mehr als 100 Millionen Colones, fällt die Liegenschaft unter die Solidarsteuer. Die Addition endet hier leider noch nicht. Hiermit wurde nur bestimmt, ob die Liegenschaft unter die neue Steuer fällt. Für den finalen und zu entrichtenden Steuerbetrag muss auch das Grundstück hinzuaddiert werden. Um den Wert des Grundstücks zu ermitteln muss die Wertetabelle (nach Distrikten sortiert) der jeweiligen Gemeinde herangezogen werden. Falls sich das Grundstück in einer Region befindet, in der noch keine Wertetabelle existiert, ist hierzu direkt die jeweilige Gemeinde zu befragen oder ein registrierter Gutachter einzubestellen.

Zusammengefasst wird für die Steuerberechnung den Wert des Gebäudes, aller weiteren Bauten auf dem Grundstück und das Grundstück selbst herangezogen. Wenn der Wert dieser Komponenten unter ¢250 Millionen liegt, sind 0,25% von diesem Wert als Solidarsteuer zu entrichten. Der höchste Steuersatz beträgt 0,55%.

Wird die Steuererklärung aus diversen Gründen nicht korrekt durchgeführt, wird eine Zusatzgebühr fällig, die das Fünffache des eigentlich zu entrichtenden Steuerbetrages betragen kann. Macht der Steuerzahler keine Steuerklärung muss ein Strafe gezahlt werden, die das Zehnfache des zu entrichtenden Steuerbetrages betragen kann.

Der Steuerwert hat eine Gültigkeit von drei Jahren. In Ausnahmefällen wie Bewertungen, die von Banken auf Grund von Hypotheken durchgeführt werden, muss eine Aktualisierung früher durchgeführt werden. Laut des Ingenieurs Arturo Céspedes, Gutachter der Firma Prodesa wird die neue Steuer nur in seltenen Fällen bei Häusern Anwendung finden, die eine Fläche von 230 Quadratmetern nicht überschreiten. Dennoch befürchtet man derzeit, dass durch das neue Gesetz auch Häuser betroffen sein werden, die nicht notwendigerweise als Luxushäuser bezeichnet werden können. Häuser mit einem Wert von ¢100 Millionen sollten noch zum Durchschnitt gehören. Eric Thopmson (Steuerspezialist) ist der Meinung, dass auch einfache Häuser, die auf einem Grundstück mit hohem Quadratmeterwert stehen von dieser Steuer betroffen sein könnten.

Wir nehmen Ihnen die komplexe Ermittlung des Luxussteuerwerts Ihrer Immobilie gerne ab. Kontaktieren Sie uns über die angegebenen Email-Adressen oder per Telefon in unserem Büro in San Jose.

 
Neues Gesetz zur temporären Aufenthaltsgenehmigung PDF Drucken
21.09.2009
Das neue costaricanische Immigrationsgesetz, das zu temporären Aufenthaltsgenehmigungen in Costa Rica berechtigt und ab 1. März 2010 in Kraft tritt, bringt Neuerungen mit sich, die besonders Familien mit Kindern als auch Touristenvisa bevorteilt. Speziell bei der Aufenthaltsgenehmigung als "Rentista" sind einige Punkte jedoch noch nicht deutlich genug ausformuliert. Bei diesem Typ der Aufenthaltsgenehmigung musste man nach dem alten und noch aktuell geltenden Gesetz $1000 pro Person und $500 je Kind über einen Zeitraum von 5 Jahren nachweisen. Nach drei Jahren konnte die permamente Residenz beantragt werden und man erhielt den freien Status. Ab 1. März 2010 sind nun $2500 pro Person vorzuweisen. Hier sind der Ehepartner und Kinder mit eingeschlossen. Ab einer Familie mit zwei Kindern fallen damit die Kosten für diesen Typ der Aufenthaltsgehmigung günstiger aus. Auch hier kann nach drei Jahren die permamente Aufenthaltsgenehmigung beantragt werden. Das aktuelle Gesetz definiert leider nicht über welchen Zeitraum die $2500 anfänglich nachgewiesen werden müssen. Personen die in Costa Rica überwintern möchten, können dies ab nächstem Jahr mit ihrem Touristenvisum tun. Dieses wird nämlich durch das neue Gesetz deutlich gestärkt. Mit einem amerikanischen oder deutschen Pass konnte man bisher exakt 90 Tage im Land verweilen und musste um weitere 90 Tage zu erhalten aus Costa Rica ausreisen. Durch das neue Gesetz kann man nach den ersten 90 Tagen weitere 90 Tage mit der Zahlung von $100 "hinzukaufen".
 
Wachstum im öffentlichen Bausektor PDF Drucken
17.04.2009

Der öffentliche Bausektor in Costa Rica verzeichnet seit dem Jahr 2007 ein stetiges Wachstum. Im Januar 2009 lag das Wachstum bei 21% mehr als zum gleichen Monat im Vorjahr.

Die Statistiken werden aus dem Index der monatlichen Wirtschaftsaktivität durch die costa-ricanische Zentralbank ermittelt. Dieser Indikator gibt eine Einschätzung der monatlichen Produktionsentwicklung. Einer der Faktoren für diesen positiven Impuls im Bausektor sind Investitionen öffentlicher Institutionen wie der CCSS (Caja Costarricense de Seguro Social) und des I.C.E. (Instituto Costarricense de Electricidad). So verfügt zum Beispiel die öffentliche Krankenkasse (CCSS) über das zweitgrößte Budget aller öffentlichen Institutionen.

Im Jahr 2006 wurden 57,5% dieses Budgets für neue Bauprojekte öffentlicher Einrichtungen verwendet. Laut Angaben der Institution stieg diese Quote im Jahr 2008 sogar auf 94%. Die Institution für Strom und Telefon (I.C.E.) verfügt über das drittgrößte Budget im öffentlichen Sektor und investierte hiervon im Jahre 2006 84% in neue Bauprojekte. Im Jahr 2008 stieg dieser Anteil auf 90%. Das Wachstum im öffentlichen Bausektor gleicht den derzeitigen Rückgang im privaten Bausektor aus. So wurde ein konstantes Wachstum mit 8% im Jahr 2008 verzeichnet.

 
Costa Rica als alternative Steueroase PDF Drucken
20.03.2009

Mit den austrocknenden europäischen Steueroasen wie der Schweiz schlagen die Wogen und Emotionen aktuell sehr hoch. Der Schweiz wurde kürzlich mit einem Eintrag in die schwarze Liste der OECD gedroht. Unter diesem Druck nachgebend, dürfen nun Steuersünder per Rasterfahndung gestellt werden. Laut dem jüngsten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Bern leistet die Schweiz künftig nicht nur bei Steuerbetrug Amtshilfe, sondern auch bei "grober Steuerhinterziehung". Damit könnte es auch zu Rasterfahndungen nach Steuerhinterziehern kommen.

Das international bekannte und gehütete Bankgeheimnis der Schweiz wird dadurch stark geschwächt. Die früher sichere Anonymität von internationalen Investoren ist damit längst nicht mehr gewährleistet. Costa Rica stellt eine Alternative dar.

Das Land wird bereits als „die Schweiz Mittelamerikas“ bezeichnet und bietet in vielen Bereichen eine ähnliche Anonymität wie es bei dem Namensvater noch vor kurzem der Fall war. Es gibt zwar keine Nummernkonten, doch kann man über anonyme Gesellschaftsformen handeln, Konten eröffnen und investieren. Auf Einnahmen aus dem costa-ricanischen Ausland werden keine Steuern berechnet.

Die Ertragssteuer liegt mit einem Höchststeuersatz von 30% auf einem allgemein niedrigen Niveau und auf privates Kapital werden keine Steuern berechnet. Costa Rica ist die älteste und stabilste Demokratie in Lateinamerika und hat schon 1949 das Militär abgeschafft. Das hohe Lebensniveau, eine gute Allgemeinbildung sowie die kostenlose medizinische Versorgung verleihen dem Land eine herausragende Stellung im Vergleich zu anderen Schwellenländern.

Bereist jetzt stellt Costa Rica durch seine Rahmenbedingungen eine attraktive Alternative für europäische Kapitalgeber dar, ein Fakt der sich durch die aktuelle Europapolitik nur noch verstärken kann.

 
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